SOFTCAR erfindet das Schweizer Elektroauto neu


SOFTCAR erfindet das Schweizer Elektroauto neu

Das Freiburger Unternehmen will von der sich auf dem Automobilmarkt ankündigenden Disruption profitieren, um ein innovatives Konzept zur Herstellung elektrischer Fahrzeuge zu fördern.

Ein Vierteljahrhundert nach der Vision von Nicolas Hayek, dem Initiator des Swatchmobils, könnte in der Schweiz endlich ein leichtes und preiswertes Elektrofahrzeug auf den Markt kommen. Die Verwirklichung dieses gewagten Projekts liegt in den Händen des Freiburger Unternehmens Softcar, das Jean-Luc Thuliez, selbst ehemaliges Mitglied des Swatchmobil-Teams, und der Designer Marc Frehner leiten.


Ein kostengünstiges und umweltverträgliches Auto

Ein herkömmliches Fahrzeug besteht aus rund 40'000 Teilen und wiegt 1,3 Tonnen. Der Softcar hingegen umfasst nur 1800 Komponenten und bringt lediglich 480 Kilo auf die Waage. Die Karosserie kann in 30 Minuten ausgewechselt und alle mechanischen Teile können wiederverwertet werden, ganz im Gegensatz zu den heutigen Autos, deren gebrauchte Bestandteile verschrottet oder verbrannt werden müssen. Mit den Batterien fährt der Wagen – je nach Modell – 240 bis 400 Kilometer weit. Nach Ansicht von Jean-Luc Thuliez könnten die CO2-Emissionen um 300'000 Tonnen pro Jahr reduziert werden, wenn 100'000 Verbrenner durch Elektromodelle ersetzt würden.

Aber für Softcar geht es nicht nur darum, die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu ersetzen. Jean-Luc Thuliez ist der Auffassung, dass sein Elektroauto eine leichtere und erschwinglichere Alternative zu den derzeit auf dem Markt erhältlichen Elektrofahrzeugen bietet. „Die gegenwärtigen Modelle sind wie Verbrenner konzipiert. Sie sind schwer und zu teuer. Ausserdem erreichen sie aufgrund der verfügbaren Batterietechnologien keine wirklich interessante Reichweite.“ Selbst der elektrisch angetriebene Smart wiegt fast 1 Tonne. Weit entfernt vom visionären Traum Nicolas Hayeks!
 


Ein neues gewerbliches Modell

Die Vermarktung des Softcars dürfte in der Schweiz und in Österreich 2018 beginnen. Aber der wirkliche Horizont des Projekts befindet sich in wesentlich weiterer Ferne: Der Schlüsselmarkt des Elektroautos ist China mit seinen 80 Megastädten von über 10 Millionen Einwohnenden. Die Firma Softcar wird die Fahrzeuge nicht selbst herstellen, sondern die für die Realisierung dieser Autos erforderlichen Technologien entwickeln und die Produktionslizenzen an Dritte verkaufen.

„Wir verkaufen ein Rezept und die notwendigen Zutaten für den Bau sauberer Autos“, erläutert Jean-Luc Thuliez. Dieses dezentrale Modell, „Cloud Factory“ genannt, läuft über Montagewerke in Nähe der Megastädte. Und dieselben Werke werden das Recycling der Fahrzeuge am Ende ihrer Lebensdauer übernehmen. „Mit diesem wesentlich moderneren Geschäftsmodell können wir viel schneller Lösungen liefern als mit dem, das beim Bau traditioneller Fahrzeuge angewendet wird“, so der CEO von Softcar. „Wir stehen im Gegensatz zur gesamten Automobilindustrie, die zunehmend komplexe elektrische Systeme der oberen Preisklasse anstrebt.“


Quelle : Überblick über die Cleantech-Start-ups

Kontakt

Passage du Cardinal 1
1700 Fribourg (FR)

: +41 (0) 32 751 71 41
Telefax: -
info@softcar.ch

http://www.softcar.ch/en/home